Aktuelle Berichterstattung in Healio unterstreicht das wachsende klinische Interesse an allogenen intrastromalen Hornhautringsegmenten (CAIRS) als gewebebasierte Alternative zu synthetischen Ringsegmenten bei Keratokonus und Hornhautektasie. Innerhalb dieses sich entwickelnden Feldes, Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi, MD, PhD, FARVO, medizinischer Direktor des ELZA-Instituts, hat durch die Entwicklung der folgenden Projekte eine besondere biomechanische und translationale Perspektive eingebracht ECO-CAIRS (Extrakorporale Optimierung von allogenen intrastromalen Ringsegmenten der Hornhaut).
CAIRS wurden ursprünglich als mittig-stromaler, additiver lamellarer Ansatz eingeführt, um die Hornhaut zu regularisieren, ohne die mit PMMA-Ringsegmenten verbundenen Spannungskonzentrationen zu verursachen. Wie im Artikel Healio Berichten zufolge ermöglicht die Verwendung von menschlichem Spendergewebe eine physiologischere Interaktion mit der Wirtshornhaut, wodurch Risiken wie Extrusion, Migration und Stromaeinschmelzung verringert werden.
Auf dieser Grundlage führte Prof. Hafezi ECO-CAIRS als eine Strategie zur Verbesserung der Handhabung, Sterilität und biomechanischen Vorhersagbarkeit allogener Segmente ein. Anstatt sich allein auf eine verlängerte Dehydrierung oder erhöhte Steifigkeit zu verlassen, wendet ECO-CAIRS extrakorporales Hornhaut-Crosslinking auf Spendergewebe vor der Implantation. Durch die Verwendung eines speziellen High-Fluence-CXL-nomogramms ausserhalb des menschlichen Auges wird das Gewebe versteift, sterilisiert und die Implantation erleichtert, ohne dass die Hornhaut oder das Endothel des Patienten einem zusätzlichen Risiko ausgesetzt werden.
Ein entscheidender Vorteil dieses Ansatzes ist, dass Crosslinked allogene Segmente während der Implantation nicht anschwellen, sondern sich nach der Operation allmählich rehydrieren. Dies ermöglicht eine präzise Steuerung der Volumenabgabe, die nachweislich ein Hauptfaktor für den Abflachungseffekt der Hornhaut ist, wie Prof. Hafezi und Kollegen gezeigt haben. OCT-Elastografiestudien, die am ELZA durchgeführt wurden, haben ausserdem gezeigt, dass sich gewebebasierte Segmente biomechanisch näher an der nativen Hornhaut verhalten als synthetische Ringe, wodurch die unphysiologischen Belastungsmuster, die bei PMMA zu beobachten sind, vermieden werden.
In der klinischen Praxis wird ECO-CAIRS nicht als Einzellösung betrachtet, sondern als Teil eines modulare, individualisierte Keratokonus-Strategie. Im ELZA-Institut kann ECO-CAIRS mit dem CXL kombiniert werden - entweder gleichzeitig oder nacheinander - und in ausgewählten Fällen mit massgeschneiderten Protokollen wie ELZA-PACE, bei dem die kartengesteuerte Epithelmodulation zur Verstärkung der CXL-effekte über dem Konus eingesetzt wird.
Wie in der Healio Diskussion bleiben additive Hornhautverfahren wie CAIRS anpassbar, reversibel und kompatibel mit anderen chirurgischen Eingriffen, einschliesslich der Anpassung von Skleralinsen und der refraktiven Kataraktchirurgie. ECO-CAIRS erweitert diese Flexibilität, indem es die biomechanische Stabilität, das Infektionsrisiko und die Implantationskontrolle auf der Gewebeebene berücksichtigt.
Aus der Sicht von ELZA spiegelt die Entwicklung von CAIRS zu ECO-CAIRS einen breiteren Wandel in der Keratokonusbehandlung wider: weg von isolierten Techniken hin zu biomechanisch informierte, patientenspezifische Behandlungspfade die Stabilisierung, Umformung und visuelle Rehabilitation umfassen.